Biblischer Rosenkranz

18 Wird man während dem betrachtenden Rosenkranzbeten durch den Geist Gottes ins Herzensgebet geführt – in eine Gnade besonderer Sammlung, Beschauung, Kontemplation – so soll man die höhere Gebetsgnade nicht totschlagen, sondern sich ihr öffnen und in ihr verharren, auch wenn das mündliche Gebet dabei zum Stocken kommen mag. Wichtiger als das exakte Pensum der Worte zu beten, ist das Herz zu erheben, und Gott auf die Weise wirken zu lassen, wie er will. Dieses Eingehen ist freilich nur beim alleinigen Gebet möglich. „Der Geist muss verstehe n 1 und das Herz muss es wollen 2 , um was gebeten wird. Sonst erhalten wir nichts.“ Sigismund von Storchenau „Manchmal lässt uns Gott lange warten. Aber klopfen wir nur unermüdet an, es wird uns endlich aufgetan werden, wenn nicht dann, wenn wir es wollen, gewiss aber dann, wenn es für uns am besten sein wird.“ Sigismund von Storchenau Aber „ob wir laut oder still beten, das Herz muss schreien.“ Augustinus 1 Beim Rosenkranz bezieht sich das vor allem auf die Betrachtung der Geheimnisse. 2 Jesus im Geheimnis anbeten, nachahmen und die erbetene Frucht erflehen.

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